Ein Fehlwurf bleibt Ihrem Kind im Kopf. Sie haben auch gute Szenen gesehen und möchten trösten. Bevor Sie diese aufzählen, prüfen Sie: Will Ihr Kind gerade überhaupt über das Spiel sprechen? Es braucht weder eine Analysepflicht noch ein Verbot, sofort zu erzählen.
Der erste Kontakt
- „Schön, dich zu sehen. Willst du reden, Musik oder Ruhe?“
- „Der Ball beschäftigt dich sehr. Soll ich zuhören oder möchtest du meine Sicht?“
- „Heute war schwierig. Dein Wert hängt nicht von diesem Spiel ab.“
Wenn sich das Kind selbst abwertet
Bleiben Sie beim konkreten Ereignis: „Der Siebenmeter ging vorbei“ ist etwas anderes als „Ich bin schlecht“. Sie müssen den Fehler nicht leugnen. Fragen Sie später, wenn Ihr Kind möchte, welchen nächsten Versuch es im Training besprechen will. Das ist eine kleine Aufgabe, keine Verpflichtung zu zusätzlichem Training.
Aus dem Spiel
„Wegen mir haben wir verloren.“ – „Dass dich der letzte Wurf beschäftigt, verstehe ich. Ein Spiel hat viele Aktionen von beiden Mannschaften. Du bist nicht allein für das Ergebnis verantwortlich. Möchtest du jetzt Nähe oder Abstand?“
Wenn Ihr eigener Tipp danebenliegt
Ein ungefragter Hinweis lässt sich korrigieren: „Das war gerade ein Tipp, den du nicht wolltest. Tut mir leid.“ Vermeiden Sie danach die lange Erklärung Ihrer guten Absicht. Fragen Sie vor dem nächsten Spiel, was Ihr Kind sich auf der Rückfahrt wünscht.
- „Ist doch nur ein Spiel“ kann das wichtige Gefühl kleinreden.
- „Nächstes Mal musst du einfach …“ macht aus Trost sofort eine neue Aufgabe.
- „Die anderen haben mehr Fehler gemacht“ tröstet auf Kosten von Teamkollegen.
Wenn Selbstabwertung anhält, sich auf andere Lebensbereiche ausdehnt oder Ihr Kind sich für Fehler bestraft, holen Sie Unterstützung. Auf eine bestimmte Anzahl schlechter Spiele müssen Sie nicht warten.
Merk dir
Erst Kontakt, dann ein freiwilliges Gespräch – und nur auf Wunsch ein nächster sportlicher Versuch.