Aufwärmen, Einlaufen, Hymne – und dann sitzt du 50 Minuten auf der Bank. Vielleicht kommst du am Ende noch zwei Minuten rein. Das fühlt sich mies an. Und es ist okay, dass es sich mies anfühlt.
Frust ist erlaubt – aber er braucht ein Ende
Enttäuschung zeigt, dass du spielen willst. Wenn du sie runterschluckst, kommt sie später an anderer Stelle raus. Gib ihr bewusst Raum – und danach eine Richtung.
Was du tun kannst
- Auf der Bank: Bleib im Spiel. Beobachte deinen direkten Gegenspieler. Wenn du reinkommst, weißt du, was er macht.
- Nach dem Spiel: Zehn Minuten Frust sind okay – ohne Handy, ohne Gruppenchat.
- Im Training: Such dir eine Sache, an der du sichtbar arbeitest.
- Frag deinen Trainer, was dir fehlt. Nicht im Ärger, sondern ein, zwei Tage später.
Zehn Minuten Frust
Wann: Nach einer Niederlage oder einem schlechten Spiel, wenn du am liebsten alles hinwerfen würdest.
- 1Setz dir ein Zeitfenster: zehn Minuten Frust, erlaubt.
- 2In der Zeit: nicht analysieren, nur fühlen. Musik, laufen, schweigen.
- 3Danach: kalt Gesicht waschen oder rausgehen.
- 4Ein Satz laut oder in Gedanken: „Heute war’s das.“
Aus dem Spiel
Rechtsaußen, wieder nur Bank. Er notiert sich während des Spiels, wie der gegnerische Linksaußen verteidigt. In der letzten Minute kommt er rein, läuft genau in die Lücke und trifft. Am Dienstag fragt er den Trainer, woran er arbeiten soll.
Merk dir
Spielzeit kannst du nicht erzwingen. Aber du kannst bereit sein, wenn sie kommt – und fragen, was dir fehlt.