„Was war das denn?!“ – laut, vor allen. Du spürst, wie dein Gesicht heiß wird. Kritik vom Trainer fühlt sich oft wie ein Urteil über dich als Person an. Meistens geht es aber um eine Aktion.
Ton und Inhalt trennen
Fast jede Kritik hat zwei Teile: wie sie gesagt wird und was gemeint ist. Den Ton kannst du nicht ändern. Den Inhalt kannst du nutzen. Frag dich: Was ist die Anweisung dahinter?
So gehst du damit um
- Im Spiel: Kurz nicken, Anweisung rausziehen („früher raustreten“), weiterspielen.
- Danach: Einmal tief ausatmen, bevor du antwortest – oder gar nicht antwortest.
- Später: Wenn dir etwas unklar ist, frag nach. Ruhig, mit einer konkreten Frage.
- Wenn Kritik dauerhaft beleidigend oder herabsetzend ist, ist das nicht okay. Sprich mit einer erwachsenen Person, der du vertraust.
Satz umbauen
Wann: Wenn in deinem Kopf ein Satz läuft wie „Ich bin heute richtig schlecht“ – in der Pause oder nach dem Spiel.
- 1Hör hin: Welcher Satz läuft gerade?
- 2Frag: Ist das eine Tatsache oder eine Bewertung?
- 3Mach daraus eine Beobachtung: „Zwei Fehlpässe“ statt „Ich kann nichts“.
- 4Häng eine Handlung dran: „Nächster Ball: sicher.“
Aus dem Spiel
Der Trainer ruft: „Du reagierst zu spät in der Abwehr!“ Du übersetzt dir: „Früher bewegen, Kontakt suchen.“ Nach dem Training fragst du: „Was soll ich in der Abwehr anders machen?“ Er erklärt es dir in Ruhe.
Merk dir
Kritik an einer Aktion ist keine Kritik an dir. Nimm die Anweisung mit, lass den Ton in der Halle.