Der Pass landet beim Gegner, der läuft den Gegenstoß, Tor. Und während alle schon wieder in der Abwehr stehen, läuft in deinem Kopf noch die Szene. Genau jetzt entscheidet sich, ob es bei einem Fehler bleibt.
Warum ein Fehler oft der nächste wird
Dein Kopf will den Fehler verstehen – sofort. Aber im Spiel hast du dafür keine Zeit. Wer weiter analysiert, ist bei der nächsten Aktion halb abwesend. Dann kommt der nächste Fehler, und der fühlt sich wie ein Beweis an.
In 20 Sekunden zurück
- Kurz zulassen: „Mist.“ Ein Wort, eine Geste. Nicht runterschlucken.
- Abschließen: Hände an den Shorts abstreifen oder einmal klatschen – dein Zeichen für „vorbei“.
- Neu ausrichten: Was ist meine Aufgabe jetzt? Meist: zurücklaufen, Gegenspieler finden.
- Die Analyse verschiebst du – in die Auszeit, in die Pause oder nach dem Spiel.
RESET
Wann: In den 20 Sekunden direkt nach einem Fehler – Fehlpass, Gegentor, vergebene Chance.
- 1Ausatmen.
- 2Einen festen Punkt draußen anschauen.
- 3Schultern locker lassen.
- 4Nächste Aktion innerlich aussprechen.
Aus dem Spiel
Rückraum rechts, zweiter Fehlwurf in Folge. Statt den Kopf zu schütteln, streifst du die Hände ab und sagst dir „Abwehr, Nummer 7“. Du nimmst deinen Gegenspieler auf und bist beim nächsten Ballgewinn wieder voll da.
Nach dem Spiel
Dann darfst du den Fehler anschauen. Zwei Fragen reichen: Was war los? Was mache ich nächstes Mal anders? Danach ist er erledigt.
Merk dir
Den Fehler kannst du nicht zurückholen. Die nächste Aktion schon. Zulassen, abschließen, neue Aufgabe.