Du hast die Lücke gesehen. Aber du wirfst nicht, du passt weiter. Weil: Was, wenn er nicht reingeht? Was sagt der Trainer? Was denken die anderen? Wenn das öfter passiert, spielst du nicht mehr Handball – du spielst gegen deine eigene Angst.
Was hinter der Angst steckt
Dein Kopf springt in die Zukunft: Fehler → Auswechslung → weniger Spielzeit. Das fühlt sich logisch an, ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten. Und während du darüber nachdenkst, ist die Lücke schon wieder zu.
So holst du dich zurück ins Jetzt
- Setz dir Ziele, die du selbst in der Hand hast: „Ich nehme jede freie Wurfchance“, statt „Ich treffe immer“.
- Bau den Satz im Kopf um: Aus „Bloß keinen Fehler“ wird „Ich will den Ball“.
- Denk die Angst einmal zu Ende – zu Hause, nicht im Spiel: Was wäre wirklich das Schlimmste? Und dann?
- Sprich mit deinem Trainer: Was erwartet er wirklich von dir? Oft ist es Mut, nicht Fehlerfreiheit.
Drei Dinge, die dir gehören
Wann: Vor wichtigen Spielen, vor einer Sichtung oder immer wenn nur noch das Ergebnis zählt.
- 1Schreib oder denk: Was will ich heute zeigen?
- 2Mach daraus drei Handlungen, die du allein steuerst.
- 3Prüfe jede: Kann ich das auch bei schlechtem Spielstand tun?
- 4Streiche alles, was ein Ergebnis ist.
Aus dem Spiel
Linksaußen, enges Spiel. Ihr Prozessziel: „Ich laufe jede Gegenstoßchance.“ Sie verwirft einmal, läuft aber den nächsten Gegenstoß trotzdem – und trifft. Ihr Ziel hat sie in beiden Fällen erreicht.
Merk dir
Fehler gehören zum Handball. Wer nichts riskiert, macht auch Fehler – nur leisere. Konzentrier dich auf das, was du in der Hand hast.