Letzte Saison lief es. Jetzt fühlst du dich, als hättest du alles verlernt. Jeder Fehlwurf bestätigt deine Zweifel, jeder gute Wurf war „Glück“. Zweifel sind unfair: Sie merken sich das Schlechte und vergessen das Gute.
Woher Selbstvertrauen kommt
Selbstvertrauen wächst aus Erfahrungen, die du dir bewusst machst: Dinge, die du schon geschafft hast. Sätze, die du dir selbst sagst. Und Aktionen, die du im Kopf vorbereitet hast. Daran kannst du arbeiten – auch wenn du dich gerade nicht danach fühlst.
Drei Dinge, die du diese Woche tun kannst
- Schreib drei Belege auf: Situationen, in denen du gut gespielt hast. Konkret, mit Gegner und Minute.
- Hör dir zu: Was sagst du dir nach einem Fehler? Würdest du das einer Mitspielerin sagen?
- Spiel abends zwei Minuten lang eine Aktion im Kopf durch, die du gut kannst.
Drei Belege
Wann: Wenn du dir gerade gar nichts zutraust – vor dem Spiel oder nach einer schwachen Woche.
- 1Denk an drei Szenen, die dir zuletzt gelungen sind – auch kleine.
- 2Eine davon so genau wie möglich: Wo, wer, was hast du gemacht?
- 3Was davon war Können, nicht Zufall?
- 4Ein Satz: „Ich kann …“, mit dem Beleg dahinter.
Aus dem Spiel
Rückraum Mitte, Formtief. Seine drei Belege: der Siebenmeter in der letzten Minute gegen den Tabellenzweiten, der Kempa-Pass im Pokal, die Abwehrleistung im Derby. Vor dem nächsten Spiel liest er sie einmal durch.
Merk dir
Zweifel sind keine Wahrheit, sondern eine Meinung deines Kopfes. Sammle Belege dagegen – schriftlich.